Sie werden immer besser

Das Können unserer Schüler wächst von Tag zu Tag. Nach dem relativ einfachen Ein-Loch-Ofen lernen sie jetzt verschiedene Typen von Öfen mit zwei Kochstellen. Das Innenleben dieser Konstruktionen ist komplizierter und erfordert einige Sorgfalt. Die Dimensionen der Luftführung müssen genau eingehalten werden, damit der zweite Topf gut beheizt wird und der Rauch zuverlässig durch den Kamin abzieht.

Die Didaktik ist einfach aber wirkungsvoll: Erst wird es vom Experten Bel Bahadur vorgemacht, dann bauen 2 Gruppen à 5 Personen den Ofen nach. Hier können die Schüler sich gegenseitig helfen, jeden Schritt intensiv diskutieren und bei Bel Bahadur nachfragen. Beim nächsten Ofen dieses Typs werden die Gruppen dann verkleinert, jeder einzelne muss dann schon mehr Verantwortung tragen. Ziel ist es, dass bis zum Ende des Trainings jeder jeden Ofen wenigstens einmal alleine gebaut hat.

Natürlich werden dafür Unmengen von Ziegeln, damit meine ich nicht nur ein paar hundert, gebraucht. Deshalb sind in regelmäßigen Abständen das unbeliebte Lehmtreten und Ziegelmachen angesagt. Durch die häufige Wiederholung bekommen die Schüler aber auch ein immer besseres Gefühl für den Baustoff, was für ihre Tätigkeit eine wichtige Voraussetzung ist. Das gilt besonders für diese Gegend hier in Kenia, wo guter Lehmboden nicht so leicht zu finden ist.

Wir planen, die Beschaffung des Lehms mit den einzelnen Gemeinden rund um Ol Pejeta zu besprechen. In jedem Ort gibt es wahrscheinlich Stellen, wo guter Lehmboden zu finden ist. Die Ofenbauer brauchen die Unterstützung der Gemeinden beim Auffinden und Nutzen dieser Plätze.

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