Alle da

Unsere Reisegruppe ist jetzt komplett. Am Dienstag nachmittag traf Christa ein, am späteren Abend dann Susanne und Bep. Ihnen blieb nur eine Nacht zur Eingewöhnung, schon am nächsten Morgen stand ein wichtiges Ereignis auf dem Plan.

Seit vier Tagen sind unsere Ofenschüler jetzt schon aktiv. Es ist Zeit, einen Besuch in Dhulikhel zu machen und ihre Fortschritte zu bewundern. Bei unserer Ankunft herrscht reges Treiben. Weitere 3 Nachzügler sind am zweiten Schulungstag hinzugestoßen, so dass jetzt 15 Schüler den Übungsplatz bevölkern. Zusammen mit unserer zehn Personen starken Besuchergruppe wird es jetzt wirklich eng.

In den vergangenen Tagen haben die Trainees neben einigen Theorieeinheiten verschiedenen Vairanten des Ein-Loch-Ofens und den 2-Loch-Ofen erlernt. Einige der Ergebnisse ihrer Arbeit sind noch auf dem Platz zu bewundern.

Heute führt Bel Bahdur als Sonderprogramm den Bau eines Rocket Stove aus Lehm vor. Rocket Stoves sind äußerst einfache und daher billige Konstruktionen, die sich durch relativ hohe Verbrennungseffizienz auszeichnen. Normalerweise werden sie aus Blech hergestellt und sehen Wassereimern ähnlicher als Öfen. Bel Bahadur macht heute einen aus Lehm. Der Vorteil: keine Material- und keine Transportkosten. Tatsächlich würde ein Lehm Rocket Stove nur etwa halb so viel kosten wie unsere normalen 2-Loch-Öfen, die ja ohnehin nicht eben teuer sind.

Nachteil des Rocket Stove: er hat keinen Kamin. Es wird zwar behauptet, dass er auf Grund seiner vollständigen Verbrennung wenig Rauch erzeugt, trotzdem sind wir skeptisch, ob er unseren Anforderungen genügt. Wir werden das in den nächsten Wochen praktisch mit den heute hergestellten Exemplaren erproben.

In Rekordzeit von etwa einer Stunde stellt Bel Bahadur den Ofen her, wirklich beeindruckend. Während dieser dann in der Sonne trocknet, macht sich sie Schülertruppe wieder an den Bau der „richtigen“ Öfen. Nur Übung macht den Meister!

Während der Mittagspause hat die Besuchergruppe Gelegenheit, vom Hoteldach aus das Himalayapanorama zu genießen. Dhulikhel ist berühmt dafür, weshalb der Ort einen festen Platz im Programm vieler Reiseunternehmen hat.

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2 Kommentare zu Alle da

  1. dirrel sagt:

    wie ich euch alle beneide, bei uns in Gersthofen regenet es vor sich hin, Sichtweite ca. 50 Meter. Echt ungemütlich! Das kommt davon, hätte ich auch was gescheites gelernt.
    Grüße an die gesamte Besuchergruppe!

  2. gdengler sagt:

    Gratulation!

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