NEA und Changu

Anita, Katharina und ich haben das Training Center der Nepal Electricity Authority (http://www.nea.org.np/) besichtigt*). Es könnte der Veranstaltungsort für das für Mitte Mai geplante Stakeholder Meeting werden, das wichtiger Bestandteil des Projektantrags für das Klimaschutzprojekt beim Gold Standard ist. Die großzügige Anlage liegt ein wenig außerhalb von Bhaktapur an der Straße nach Nagarkot.

Eine Schulung fand gerade in 8m Höhe statt, es sah aus wie bei „Men in trees“. Man zeigte uns mehrere Räume mit einem Fassungsvermögen von 40 – 140 Teilnehmern, alle ausgestattet mit der gängigen Technik. Bei rechtzeitiger Buchung – in etwa einer Woche – bekämen wir was wir wollen. In der zum Komplex gehörenden Kantine könnten wir auch das Lunch mit allen Teilnehmern einnehmen. Wir rechnen mit ca. 40 Gästen. Hiermit hätten wir schon mal eine Option. Einziger Nachteil ist die etwas dezentrale Lage. Von Kathmandu aus fährt man doch ca. eine Stunde. Aber wir sind ja noch nicht am Ende.

Am Freitag war ein Treffen mit Damodar Karki und seinem Sohn Rabindra. Beide sind bei CRT/N angestellt, Damodar ist District coordinator, also schon jemand, der etwas zu sagen hat – und nebenbei derjenige, bei dem ich selbst das Ofenbauen gelernt habe. Die beiden boten uns an, in Rasuwa, einem Distrikt im Norden Kathmandus Öfen zu bauen. Das ist in so fern etwas Neues, als wir damit zum ersten Mal direkt von einer offiziellen Stelle einen Auftrag bekommen. Bisher kamen die Anforderungen ja immer von den Communities selber, nachdem sie uns im Nachbardorf arbeiten sahen.

Das gibt uns als Organisation einen besseren Stand für die weitere Arbeit auch in anderen Gegenden. Außerdem profitieren wir von der Infrastruktur und Vorarbeit von CRT. Sie vermitteln uns z.B. von ihnen ausgebildete Ofenbauer, so dass wir zusätzliche Kräfte für uns arbeiten lassen können. Für 16. – 18. 4. haben wir einen gemeinsamen Besuch vor Ort ausgemacht. Dort sollen wir die Ofenbauer und die  Communitiy kennen lernen, in der wir anfangen. Zunächst mal wollen wir im nächsten halben Jahr 700 Öfen bauen. Das Potenzial ist aber wesentlich größer.

Heute war eine Premiere: zum ersten Mal hat eine Reisegruppe des DAV Summit Club Lehmöfen besichtigt. Im Anschluss an eine Besichtigung von Changu Narayan wurde die Gruppe in eine nahegelegenes Dorf, das bereits ausgestattet ist, geführt. Anita und Saduram haben das nach Aussage von Achim, dem Reiseleiter, sehr gut gemacht und die Gruppe war beeindruckt. Von ersten Spenden war auch schon die Rede. Leider konnte ich wegen wiederkehrender Unpässlichkeiten in der Leibesmitte nicht selbst teilnehmen. Da das Erstmuster sich aber offensichtlich bewährt hat, war das sicher nicht die letzte Unternehmung dieser Art.

*) NEA verwaltet inzwischen ziemlich routiniert und zuverlässig den in Nepal speziell in der Trockenzeit herrschenden Strommangel. Im Internet kann man den Fahrplan für die Stromabschaltungen finden: http://www.nea.org.np/images/supportive_docs/6447loadshedding.pdf
– leider nur auf Nepali. Aber man sieht: Hier wird das Chaos sorgfältig verwaltet.

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Ein Kommentar zu NEA und Changu

  1. Flo sagt:

    na dann mal gute Besserung!

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