Kein Schneesturm und das neue Büro

Wegen der zahlreichen Anfragen, die uns hier erreichen, möchte ich zunächst etwas zur Lage in Nepal berichten: Der Schneesturm, der sich vor ein paar Tagen ereignet hat und tragischerweise viele Todesopfer gefordert hat, passierte in den Bergen und nicht im Kathmandu-Tal. Hier in Kathmandu hat es, für die Jahreszeit sehr ungewöhnlich, zwei Tage lang geregnet und es war relativ kühl.

Dass es um diese Zeit Niederschläge in größerer Menge gibt, ist extrem selten, ebenso der Kälteeinbruch. Das ist wohl auch der Grund, warum die Trekker z.B. am Thorung La (Gebirgspass mit 5400m Höhe) unvorbereitet überrascht wurden. Der Annapurna-Trek ist eine einfache Wanderung und die meisten Touristen dort sind nicht auf Extrembedingungen vorbereitet. Zu 99,9% müssen sie das auch nicht sein. Es war, wie gesagt, ein tragisches Unglück.

Hier in Kathmandu, auf 1400m Höhe sind wir also in Sicherheit. Es muss sich keiner Sorgen machen, dass wir von einem Schneesturm überrascht werden. Das Wetter ist inzwischen wieder normal: 26 Grad und Sonnenschein.

Einer unserer ersten Wege führte Katharina und mich in Anitas neues Büro. Das letzte Mal vor anderthalb Jahre war hier noch eine Baustelle mit einer provisorischen Kammer als Büro, davor, im alten Gebäude ein kalter feuchter Raum, in dem wir uns nicht länger aufhielten als unbedingt nötig.

Jetzt ist das neue fünfstöckige Gebäude fertig. Anita hat ihr Büro im dritten Stock. Es ist ein heller freundlicher Raum mit Balkon und Blick über die umliegenden Häuser auf die Hügel an Rande des Tals und den Ganesh Himal am Horizont.

Und nicht nur das Büro ist neu: Zum ersten Mal treffen wir auch Anitas kleine Tochter die uns sofort ein Lächeln schenkt. Unsere Herzen sind vergeben.

Auch Bel Bahadur ist vorbei gekommen, unser Koordinator für Kavre und Dolakha, ebenso Bris, Anitas Cousin. Anitas Eltern wohnen im obersten Stock und sind glücklich, jetzt eine große sonnige Wohnung zu haben mit Bad und Toilette innerhalb der Wohnung. Die unteren Stockwerke sind vermietet und sichern Anitas Eltern eine regelmäßiges Einkommen. Rente oder Pension gibt es ja hier nicht.

Wir selbst wohnen diesmal nicht in Hotel Norbu Sangpo sondern haben uns ein Appartement gegenüber der großen Stupa gemietet. Die Umgebung ist also immer noch dieselbe: das tibetisch Viertel mit den vielen Klöstern. Das Appartement bietet uns alles was wir brauchen, vor allem Internet mit einigermaßen gesicherter Stromversorgung. So können wir auch in Zukunft weiter berichten.

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