Wieder eingezäunt

Abu Dhabi im Sommer: 34 Grad Celsuis und 99% Luftfeuchtigkeit. Wie ein Gewicht lastet die Schwüle auf uns beim Weg über das Rollfeld. Aber die Scheichs lassen uns nicht im Stich: Das Innere des Flughafens ist auf 18 Grad heruntergekühlt – höchstens. Als Reisender brauchst du eine eiserne Gesundheit und einen Pullover im Handgepäck.

Laikipia im letzten Drittel der Trockenzeit: Staubig und windig. Für den Wind sind wir dankbar. Er verhindert, dass die Temperaturen zu sehr in die Höhe gehen. Trotzdem ist das Wetter in Nairobi schweißtreibend. Vom Flughafen sind es knapp vier Stunden mit dem Auto zum Ol Pejeta Farm House. Der Flieger hatte Verspätung und so passieren wir erst nach Einbruch der Dunkelheit den Eingang zur Conservancy. Im Scheinwerferlicht tauchen Büffel auf, ein paar Gazellen flüchten, ein Hase hoppelt quer über die Piste, wir längs. Zahlreiche Augenpaare beobachten uns aus dem Dunkel heraus. Das wissen wir, sehen können wir sie nicht.

Der Wind ist bis zum nächsten Morgen stärker geworden. Ol Pejeta liegt wesentlich höher als Nairobi. So viel Abkühlung wäre also gar nicht nötig. Trotzdem: Wir empfinden die gut 20 Grad als angenehm, die Einheimischen tragen Pullover oder Anoraks. Nach dem Frühstück investieren wir ein paar Minuten um das Gelände rund ums Research Center abzugehen, unser Zuhause für die nächsten Wochen. Wir sind hier eingezäunt, die Tiere außenrum leben in Freiheit.

Morgen beginnt die Arbeitswoche. Moses hat ein Fahrzeug organisiert, mit dem wir die Communities rund um Ol Pejeta besuchen, die gebauten Öfen besichtigen und die Besitzer befagen werden.

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