Zeitreise, Teil 2

Einen großen Teil unserer Zeit in Barmaghiya haben wir natürlich mit Urmila im Gespräch und beim Besuch der Öfen verbracht. Zur Übersetzung bekamen wir Sangita zur Seite gestellt, eine Schülerin der letzten Klasse, die auf diese Weise ihre guten Englischkenntnisse demonstrieren konnte. In dieser Schule lernt man was!

Per Fahrrad ging es von Dorf zu Dorf, von Ofen zu Ofen, über sandige Wege und Pfade. Ihr wollt viele Fotos haben: hier sind sie. Wir haben mindestens 20 Haushalte besucht und fast nur große Zufriedenheit festgestellt. Urmila hat wirklich gute Arbeit geleistet.

Ein kleines Detail am Rande: Weil die Hauswände hier aus Stroh und Lehn bestehen und sich vor allem bei Wind als recht flexibel erweisen, hat Urmila alle Schornsteine frei stehend ein paar Zentimeter vor der Wand aufgestellt. Das getöpferte Endrohr führt dann durch ein Loch in der dünnen Wand. Das verhindert, dass der Kamin durch die Wandbewegungen Risse bekommt. Gute Idee!

Auch einen touristischen Ausflug haben wir uns gegönnt. Etwa eine Autostunde von Barmaghiya entfernt liegt das Koshi Tappu Wildlife Reserve. Der Tappu River, Nebenfluss des Ganges, ist Nepal größter Fluss und bildet im Terai ein großes Schwemmland aus, von dem ein Teil seit einigen Jahren geschützt ist. Hier findet man die letzten wilden Büffel Nepals und viele seltene Vogelarten.

Zusammen mit Sangita und Unkal, dem Fahrer, verbrachten wir dort einen großartigen Vormittag – bis es dann gegen Mittag so heiß wurde, dass wir es vorzogen, nach hause zu fahren.

Während unserer Abwesenheit hat ein kleiner Nepali beschlossen, im Health Post den Schritt ins Leben zu tun. Trotz Katharinas Abwesenheit ging alles gut. Am Nachmittag wurde der Kleine zusammen mit seiner Mutter von den Verwandten nach hause geholt, mit einem der hier üblichen Transportmittel. Schaut Euch das Foto an.

Auch für Josiane bedeutete der letzte Abend das Ende ihres diesjährigen Aufenthalts in Barmaghiya. Für die Nepali ist so etwas ein willkommener Anlass, eine Feier mit Musik (Mahinarayan Mandal) und Tanz zu veranstalten. Dabei konnten wir feststellen, dass Sangita auch eine ganz ausgezeichnete Tänzerin ist.

Nach einem Mala-, Blumen- und Namastereichen Abschied und einem weiteren Ständchen von Mahinarayan Mandal am nächsten Morgen machten wir uns wehmütig wieder auf den Weg nach Biratnagar, wo die Jetstream-41 darauf wartete, uns zurückzubringen in die Zukunft.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu Zeitreise, Teil 2

  1. dirrel sagt:

    Anfrage: Wie groß ist denn Urmila?
    Ansonsten traumhafte Steinzeit

Kommentare sind geschlossen.